Kristina von Holt
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bagdad3
bagdad brennt

nach dem girlblog von riverbend (pseudonym)
für die bühne übersetzt und adaptiert von
john und peter von düffel

Schweizer Erstaufführung war am 15.11.2008 im Kellertheater Winterthur

presse

Spiel: Kristina von Holt
Regie und Bühne: Albert Michel Bosshard

Gastspiel am 13.3.2010 um 20.00 Uhr im Burgbachkeller Zug

"Riverbend", eine junge irakische Frau, weltoffen, selbstbewusst, berufstätig als IT-Expertin, glaubt an den Koran. Sie liebt ihr Land: die sechstausendjährige Geschichte, die moderne Wissenschaft und Technik, die unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften, die neben- und miteinander leben. Mit der Invasion der amerikanischen «Befreier» ändert sich alles für sie. Zerstörung, Gewalt, Tod dringen in ihr Leben, der «Krieg gegen den Terrorismus» wirft das Land um Jahrzehnte zurück, die muslimischen Fundamentalisten gewinnen die Oberhand. Als Intellektuelle stellt die junge Frau unbequeme Fragen, wendet sich unter ihrem Pseudonym «Riverbend» übers Internet an die Welt, protokolliert die Schrecken, Erniedrigungen, Demütigungen ihres Gefangenseins – nicht als Anklägerin, sondern um Zeugnis abzulegen: eine Anne Frank des 21. Jahrhunderts.


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zeit im dunkeln
Zeit im Dunkeln

von Henning Mankell
     
Schweizer Erstaufführung war am 1.3.2008 im Kellertheater Winterthur
Gastspiele 2009: Burgbachkeller Zug / Keller 62 / Neues Theater am Bahnhof

Spiel: Kristina von Holt und Peter Portmann 

Regie und Bühne: Albert Michel Bosshard  

Vater und Tochter, illegale Flüchtlinge aus einem Drittweltland, verstecken sich in einer dunklen Wohnung vor dem Zugriff der Behörden. Die Angst entdeckt zu werden, das Eingesperrtsein in einer fremden Welt schaffen gegenseitiges Misstrauen. Dennoch können beide nur überleben, wenn sie zusammenhalten. Der Autor Henning Mankell ist Pendler zwischen Afrika und Schweden, ihn interessiert der Alltag. Er meint: «Wir könnten auch Hamlet spielen, aber das bringt nichts. Momentan jedenfalls. Es gibt Wichtigeres.» Das ist das Geheimnis von Mankells Stück. Obwohl es sich in unscheinbaren, fast banalen Andeutungen erschöpft, entfaltet es die Kraft einer grossen klassischen Tragödie, entlarvt einen lebenslänglichen Selbstbetrug, leuchtet mikroskopisch Hintergründe aus, die wie Regentropfen in die Wüste unserer doch so aufgeklärten Welt fallen. 


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